Religionen in Vietnam

Caodaimus

Die Ahnenverehrung:
Ahnenkult, Verehrung von Gottheiten und Mondkalender sind drei Säule des geistigen Lebens von Vietnamesen. Fast jede vietnamesische Familie errichtet im Haus einen Altar zur Verehrung Ihrer Vorfahren und Verstorbenen und zur Veranstaltung der Todesgedenktage. Im Ahnenkult besteht die Grundlage der Religiösität der Vietnamesen. Dabei spielt ihre Glaubensrichtung und weltanschauliche Überzeugung keine Rolle. In wohl keinem vietnamesischen Haushalt fehlt der Ahnenaltar auf dem sich Opfergaben wie zum Beispiel Räucherstäbchen, Obst und sogar Schnaps befinden, um die Ahnen zu verehren, sie um Rat zu fragen und zu ihnen zu beten. Atheistische Vietnamesen im westlichen Ausland, richten sich meistens auch einen solchen Ahnenaltar ein. Aber oft ist zu beobachten, dass sie dieser “höchsten Pflicht” der Nachfahren gegenüber den Ahnen nicht so “intensiv” nachkommen.

Animismus:

Für Vietnamesen können Gottheiten ihnen vor bösen Mächten schützen. In Vietnam huldigt jedes Dorf einem Schutzgeist, der entweder in einem Tempel oder in einem Gemeinschafthaus des Dorfes geweiht ist. Diese Gottheiten können Naturgeister oder wichtige Personen wie z.B örtliche oder nationale Helden im Kampf gegen ausländische Aggressoren, Dorfgründer, erfolgreiche Generäle oder Männer, die sich durch hohe Tugendhaftigkeit ausgezeichnet haben. Verehrung genießen generell in Vietnam den Küchengott, Gott der Erde, Göttin der Barmherzigkeit… An einer Ecke aller Orten, wo man Geschäfte macht, findet sich immer ein Altar. an dem Glück und Er folg gebetet
werden.
Das vietn amesische Volk besteht aus mehreren ethnischen Gruppen, woaus es auch eine Vielzahl an Glauben und religiösen Riten ergibt.

Wichtigsten Religionen in Vietnam:
Vier große Philosophien und Religionen haben das geistige Leben in Vietnam geprägt: der Konfuzianismus, der Taoismus, der Buddhismus und das Christentum

Buddhismus
Buddhismus, der zum ersten Mal im späten zweiten Jahrhundert in Vietnam eingeführt wurde, ist die größte Religion mit den gesamten Anhängern von rund 30 Prozent der Bevölkerung. Im Norden praktiziert man den Mahayana-Buddhismus oder Buddhismus des Großen Fahrzeugs, währenddessen folgt man im Süden und Zentralvietnam entweder dem Theravada-Buddhismus oder dem Buddhismus des kleinen Fahrzeugs.

Christentum

In Südostasien besitzt Vietnam nach den Philippinen den zweithöchsten Bevölkerungsanteil an katholischen Christen. Derzeit sind die am dichtesten besiedelten Gebiete sind katholische Bui Chu-Phat Diem in der nördlichen Provinz Ninh Binh und Ho Nai-Bien Hoa in Dong Nai Provinz im Süden. Etwa 10 Prozent der Bevölkerung sind katholisch.

Caodaimus

Caodaismus ist eine weitere große Religion in Vietnam. Der wurde offiziell im Jahr 1926 im Süden Vietnams gegründet und stützt sich auf verschiedenen Philosophien aus Ost und West. Von Buddhismus, Konfuzianismus, Taoismus, Christentum und Spiritismus will der Caodaismus das für ihn Beste übernehmen. Der Cao Dai Tempel in Tay Ninh ist das größte Symbol vom Cadaismus in Vietnam.

Taoismus

Vermutlich gelangte der Taoismus nach Vietnam im ersten Jahrhundert n.Chr. Das Prinzip von Yin und Yang, das aus dem Taoismus hervorgeht, bildet eine entscheidende Grundlage dieses Gleichgewichts in der Natur, dem Kosmos und natürlich dem Menschen. Sie sind zwei sich ergänzende, nicht voneinander trennbare, zueinander im Gleichgewicht stehende und sich ständig verändernde Elemente, die die Voraussetzung für alles Leben sind.

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